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Volleinspeisung der PV-Anlage: Lohnt sich das Modell?

Bei der Volleinspeisung wird der gesamte Solarstrom ins Netz verkauft. Wann sich das gegenüber dem Eigenverbrauch lohnt – und wann nicht.

Volleinspeisung der PV-Anlage: Lohnt sich das Modell?
Jonas Brecht
2 Min Lesezeit
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Bei einer Photovoltaikanlage gibt es grundsätzlich zwei Betriebsmodelle: den Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung und die Volleinspeisung. Bei der Volleinspeisung wird der komplette erzeugte Strom ins Netz verkauft, statt ihn selbst zu nutzen. Das klingt zunächst unattraktiv, kann sich aber in bestimmten Fällen lohnen.

Die zwei Modelle im Vergleich

Beim üblichen Eigenverbrauchsmodell nutzt der Haushalt möglichst viel Solarstrom selbst und speist nur den Überschuss ein. Der Vorteil: Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom. Bei der Volleinspeisung fließt dagegen der gesamte Ertrag ins Netz, der Haushalt bezieht seinen Strom weiterhin komplett vom Versorger.

Der Reiz der Volleinspeisung liegt in der höheren Einspeisevergütung: Für Anlagen, die vollständig einspeisen, gilt ein höherer Vergütungssatz als für überschusseinspeisende Anlagen. Der Betreiber muss sich für eines der Modelle entscheiden und dies dem Netzbetreiber melden.

Wann sich Volleinspeisung lohnt

Sinnvoll ist Volleinspeisung vor allem dann, wenn der Eigenverbrauch ohnehin gering wäre. Das ist etwa der Fall bei Gebäuden mit sehr niedrigem Stromverbrauch, bei einem zweiten Dach oder einer separaten Fläche, die zusätzlich zur bestehenden Versorgung belegt wird, oder wenn tagsüber niemand zu Hause ist und kein Speicher genutzt wird.

Auch wer eine große Dachfläche optimal ausnutzen will, der eigene Verbrauch aber nur einen kleinen Teil abnehmen könnte, fährt mit Volleinspeisung oft besser, weil der höhere Vergütungssatz den verzichteten Eigenverbrauchsvorteil ausgleichen kann.

Wann Eigenverbrauch besser ist

In den meisten Privathaushalten gewinnt das Eigenverbrauchsmodell. Der Grund ist der große Abstand zwischen dem teuren Netzstrompreis und der vergleichsweise niedrigen Einspeisevergütung. Wer Wärmepumpe, E-Auto oder einen Speicher betreibt und tagsüber Strom abnehmen kann, holt aus dem Eigenverbrauch deutlich mehr heraus.

Die Entscheidung gut rechnen

Ob Volleinspeisung oder Eigenverbrauch günstiger ist, hängt vom konkreten Verbrauchsprofil, der Anlagengröße, dem Strompreis und den geltenden Vergütungssätzen ab. Eine getrennte Auslegung – etwa eine Eigenverbrauchsanlage plus eine zusätzliche Volleinspeiseanlage auf einer weiteren Fläche – kann in Einzelfällen das Beste aus beiden Welten verbinden. Eine sorgfältige Wirtschaftlichkeitsrechnung vor dem Kauf lohnt sich. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.