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Solarteur werden: Beruf, Ausbildung und Aufgaben

Solarteur ist kein geschützter Ausbildungsberuf, sondern eine Zusatzqualifikation. Was dahintersteckt, welche Aufgaben anfallen und wie der Einstieg gelingt.

Solarteur werden: Beruf, Ausbildung und Aufgaben
Timo Brandt
3 Min Lesezeit
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Mit dem Boom der Photovoltaik ist auch die Nachfrage nach Fachkräften stark gewachsen. Wer Anlagen plant, montiert und anschließt, wird umgangssprachlich oft als „Solarteur" bezeichnet – häufig auch falsch geschrieben als „Solateur". Doch was genau steckt hinter dem Begriff, und wie wird man Solarteur?

Was ist ein Solarteur?

Der Begriff Solarteur ist eine Wortschöpfung aus „Solar" und „Installateur". Er ist kein staatlich geschützter Ausbildungsberuf wie etwa Elektroniker oder Anlagenmechaniker, sondern beschreibt eine spezialisierte Zusatzqualifikation. Ein Solarteur ist die Fachkraft, die Photovoltaik- und Solarthermieanlagen plant, auf dem Dach montiert, verkabelt und in Betrieb nimmt.

Weil an einer PV-Anlage sowohl Arbeiten am Dach als auch am Stromnetz zusammenkommen, vereint der Solarteur Kompetenzen aus mehreren Gewerken: Dachhandwerk, Elektrotechnik und Heizungs- bzw. Sanitärtechnik. Der elektrische Anschluss an das Hausnetz und den Zählerschrank darf in Deutschland nur von einer eingetragenen Elektrofachkraft ausgeführt werden.

Welche Aufgaben hat ein Solarteur?

Das Aufgabenfeld reicht von der ersten Beratung bis zur fertigen Anlage. Dazu gehören die Auslegung der Modulfläche und die Auswahl von Wechselrichter und Speicher, die Prüfung der Dachstatik, die Montage der Unterkonstruktion und Module, die Verkabelung auf der Gleich- und Wechselstromseite sowie die Inbetriebnahme und Übergabe an den Betreiber.

Hinzu kommen formale Schritte wie die Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Auch Wartung, Fehlersuche und die Nachrüstung von Stromspeichern fallen in den Tätigkeitsbereich.

Wie wird man Solarteur?

Der klassische Weg führt über einen handwerklichen Ausbildungsberuf – etwa Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Dachdecker oder Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Darauf aufbauend qualifizieren Lehrgänge und Zertifikatskurse gezielt für die Solartechnik. Solche Weiterbildungen werden von Handwerkskammern, Innungen, Herstellern und privaten Bildungsträgern angeboten und dauern je nach Format einige Tage bis mehrere Wochen.

Für den selbstständigen Anschluss ans Netz ist die Eintragung als Elektrofachbetrieb beim Netzbetreiber nötig. Viele Betriebe arbeiten daher im Team: Dachprofis montieren, Elektrofachkräfte schließen an.

Berufsaussichten und Verdienst

Die Perspektiven gelten als sehr gut. Der Ausbau der Photovoltaik, die Elektrifizierung von Heizung und Mobilität sowie der allgemeine Fachkräftemangel sorgen für stabile Nachfrage. Das Einkommen hängt stark von Qualifikation, Region und Verantwortung ab und liegt für ausgebildete Fachkräfte spürbar über dem Niveau ungelernter Tätigkeiten; mit Meistertitel oder eigenem Betrieb steigt es weiter.

Den richtigen Fachbetrieb finden

Verbraucherinnen und Verbraucher, die einen Solarteur suchen, sollten auf nachweisbare Referenzen, eine Eintragung als Elektrofachbetrieb und transparente Angebote achten. Ein seriöser Betrieb erklärt die Auslegung nachvollziehbar, weist auf Förderungen hin und übergibt am Ende eine vollständige Dokumentation. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.