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Solarpark: Planung, Bau und Wirtschaftlichkeit von Freiflächenanlagen

Solarparks erzeugen Strom im großen Maßstab auf Freiflächen. Wie sie geplant und gebaut werden und worauf es bei der Wirtschaftlichkeit ankommt.

Solarpark: Planung, Bau und Wirtschaftlichkeit von Freiflächenanlagen
Timo Brandt
2 Min Lesezeit
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Während Dachanlagen einzelne Gebäude versorgen, erzeugen Solarparks Strom im Megawatt-Maßstab. Diese Freiflächenanlagen sind ein zentraler Baustein der Energiewende, weil sie große Mengen günstigen Solarstroms liefern. Doch bis ein Solarpark ans Netz geht, ist viel Vorarbeit nötig.

Was ist ein Solarpark?

Ein Solarpark ist eine große Photovoltaikanlage auf einer Freifläche, etwa auf ehemaligem Acker- oder Konversionsland, entlang von Autobahnen und Schienen oder auf wenig genutzten Flächen. Statt einzelner Module stehen hier ganze Reihen aufgeständerter Modultische, die zentral verschaltet und über große Wechselrichter und einen eigenen Anschlusspunkt ins Mittel- oder Hochspannungsnetz einspeisen.

Flächensuche und Genehmigung

Am Anfang steht die geeignete Fläche. Wichtig sind ausreichende Größe, geringe Verschattung, ein machbarer Netzanschluss in der Nähe und die planungsrechtliche Eignung. Häufig ist eine Änderung des Bebauungsplans und ein entsprechender Beschluss der Gemeinde erforderlich. Naturschutz, Bodengutachten und der Ausgleich von Eingriffen spielen eine große Rolle.

Besonders gefragt sind Flächen, die andere Nutzungen nicht verdrängen. Auch die Kombination von Landwirtschaft und Solar – die Agri-Photovoltaik – gewinnt an Bedeutung, weil sie die Doppelnutzung von Flächen ermöglicht.

Bau und Netzanschluss

Ist die Genehmigung erteilt, folgen Erschließung, Montage der Unterkonstruktion, Aufbau der Module, Verkabelung und der Bau der Übergabestation. Der Netzanschluss ist oft der kritische Pfad: Kapazität und Entfernung zum nächsten geeigneten Netzpunkt entscheiden maßgeblich über Kosten und Zeitplan.

Wirtschaftlichkeit und Vergütung

Die Erlöse stammen aus dem Stromverkauf – entweder über Ausschreibungen und die gesetzliche Vergütung oder über direkte Stromlieferverträge mit Abnehmern. Solarparks profitieren von Skaleneffekten: Große Mengen senken die Kosten je Kilowattstunde deutlich gegenüber kleinen Dachanlagen. Entscheidend für die Rendite sind Flächenpacht, Netzanschlusskosten, Zinsniveau und der erzielbare Strompreis.

Chancen für Kommunen und Eigentümer

Für Grundstückseigentümer können Pachteinnahmen interessant sein, für Kommunen die finanzielle Beteiligung an Anlagen auf ihrem Gebiet. Frühzeitige Bürgerbeteiligung und transparente Planung erhöhen die Akzeptanz vor Ort. Wer eine Fläche anbieten oder einen Solarpark entwickeln möchte, sollte früh fachlichen Rat einholen, da Genehmigung und Netzanschluss die längsten Hebel sind. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.