Welche Photovoltaik Module waren 2021 Testsieger? Ein Rückblick auf die besten Module des Jahres und wie sich die Technologie seitdem weiterentwickelt hat.
Das Jahr 2021 war ein bedeutendes Jahr für die Photovoltaikbranche. Die Nachfrage nach Solarmodulen stieg sprunghaft an, und zahlreiche Hersteller brachten leistungsfähige neue Produkte auf den Markt. In verschiedenen Tests und Vergleichen wurden die besten Photovoltaik Module des Jahres ermittelt. Dieser Beitrag wirft einen Rückblick auf die Testsieger 2021 und zeigt, wie sich die Technologie seitdem weiterentwickelt hat.
Im Jahr 2021 dominierten Module mit PERC-Zelltechnologie (Passivated Emitter and Rear Cell) den Markt. Diese Technologie hatte sich als Standard durchgesetzt und ermöglichte Zellwirkungsgrade von über 22 Prozent. Die Modulleistungen für Standard-Formate lagen bei den besten Produkten zwischen 370 und 405 Wattpeak, was einem Modulwirkungsgrad von 20 bis 21 Prozent entsprach.
Zu den Testsiegern und bestbewerteten Modulen des Jahres 2021 gehörte das SunPower Maxeon 3 mit einem beeindruckenden Modulwirkungsgrad von 22,6 Prozent. SunPower setzte auf die patentierte Maxeon-Zelltechnologie mit Rückkontaktzellen, die eine nahezu vollständige Nutzung der Zellfläche ermöglichten. Die Module überzeugten nicht nur durch ihre Effizienz, sondern auch durch eine branchenführende Garantie von 25 Jahren bei mindestens 92 Prozent der Nennleistung.
LG NeON R war ein weiterer Spitzenreiter im Jahr 2021. Das koreanische Unternehmen LG Electronics bot mit der NeON-R-Serie Module mit Rückkontaktzellen an, die Wirkungsgrade von über 21 Prozent erreichten. Die LG Module waren für ihre hervorragende Verarbeitungsqualität und Langzeitstabilität bekannt. Leider hat LG Electronics Ende 2022 seinen Rückzug aus dem Solarmodulgeschäft bekannt gegeben, was den Markt durchaus überraschte.
REC Alpha war ebenfalls ein vielbeachtetes Produkt in den Tests von 2021. Die norwegische Firma REC Group setzte auf die HJT-Zelltechnologie (Heterojunction) und erreichte damit Modulwirkungsgrade von über 21 Prozent. Besonders hervorzuheben war der niedrige Temperaturkoeffizient der REC Alpha Module, der bei heißen Sommertagen für geringere Leistungsverluste sorgte. REC bot zudem eine Produktgarantie von 20 Jahren und eine Leistungsgarantie von 25 Jahren.
Im Bereich der preisgünstigeren Module überzeugten 2021 Hersteller wie JA Solar, Trina Solar und Longi mit ihren PERC-Modulen. JA Solar DeepBlue 3.0 bot ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Wirkungsgraden um 20,7 Prozent. Trina Solar Vertex S und Longi Hi-MO 4 waren ebenfalls beliebte Wahl bei Installateuren, die ein gutes Verhältnis von Qualität und Kosten suchten.
In den unabhängigen Tests von Institutionen wie dem Fraunhofer ISE, TÜV Rheinland und PVEL (PV Evolution Labs) wurden verschiedene Qualitätsaspekte bewertet. Neben dem Wirkungsgrad spielten Faktoren wie die PID-Beständigkeit (Potential Induced Degradation), die mechanische Belastbarkeit, das Schwachlichtverhalten und die Langzeitstabilität eine wichtige Rolle. Module, die in allen Kategorien überzeugten, erhielten Auszeichnungen wie den Top Performer Award von PVEL.
Seit 2021 hat sich die Technologie erheblich weiterentwickelt. Die PERC-Technologie, die 2021 noch dominierte, wird zunehmend von TOPCon-Zellen (Tunnel Oxide Passivated Contact) und Heterojunction-Zellen abgelöst. Diese neueren Technologien erreichen Zellwirkungsgrade von über 25 Prozent und Modulwirkungsgrade von über 22 Prozent. Die Modulleistungen für Standard-Formate liegen mittlerweile bei 420 bis 480 Wattpeak.
Ein weiterer wichtiger Trend seit 2021 ist die Einführung von n-Typ-Silizium. Während die meisten Module 2021 noch auf p-Typ-Silizium basierten, setzen immer mehr Hersteller auf n-Typ, das geringere Degradation, besseres Schwachlichtverhalten und höhere bifaziale Erträge bietet. Die Umstellung der Produktionslinien ist in vollem Gange, und n-Typ-Module werden zunehmend zum neuen Standard.
Für Verbraucher, die 2021 eine Solaranlage mit den damaligen Testsiegern installiert haben, ist die gute Nachricht: Diese Module arbeiten nach wie vor zuverlässig und effizient. Die Degradation liegt bei qualitativ hochwertigen Modulen bei weniger als 0,5 Prozent pro Jahr, sodass die Module auch nach mehreren Jahren noch nahe an ihrer Nennleistung arbeiten.
Die Entwicklung der Photovoltaik-Module von 2021 bis heute zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch und innovativ diese Branche ist. Wer heute eine neue Anlage plant, profitiert von deutlich leistungsfähigeren und teilweise auch günstigeren Modulen als noch vor wenigen Jahren.