Glossar
Tracker in der Photovoltaik: Funktionsweise und Vorteile
Wie Nachführsysteme die Effizienz von Solaranlagen steigern

Ein Tracker ist ein Nachführsystem für Solarmodule, das diese automatisch in Richtung der Sonne ausrichtet. Durch die kontinuierliche Anpassung der Position der Module wird die Sonneneinstrahlung optimal genutzt, was zu einer höheren Energieerzeugung führt. Tracker sind besonders relevant für große Photovoltaikanlagen, wo der Flächenbedarf und die Effizienz eine entscheidende Rolle spielen.
Es gibt verschiedene Arten von Trackern, darunter einachsige und zweiachsige Systeme. Einachsige Tracker bewegen sich in einer Richtung, meist von Osten nach Westen, während zweiachsige Tracker sowohl die horizontale als auch die vertikale Ausrichtung anpassen können. Dies ermöglicht eine noch präzisere Ausrichtung zur Sonne, insbesondere in Regionen mit stark variierenden Sonnenständen.
Der Einsatz von Trackern kann die Energieausbeute einer Solaranlage um bis zu 25-40 Prozent steigern, abhängig von den Standortbedingungen und der Art des Trackers. Dies macht sie zu einer attraktiven Option für Investoren und Betreiber von Solaranlagen, die die Wirtschaftlichkeit ihrer Projekte maximieren möchten.
Allerdings sind Tracker auch mit höheren Anschaffungs- und Wartungskosten verbunden. Zudem benötigen sie mehr Platz als fest installierte Solarmodule, was bei der Planung von Anlagen berücksichtigt werden muss. In Deutschland und anderen DACH-Ländern sind Tracker vor allem in großen Freiflächenanlagen verbreitet.
Insgesamt bieten Tracker eine effektive Möglichkeit, die Effizienz von Photovoltaikanlagen zu steigern und die Erträge zu maximieren. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.
Weitere Erklärungen finden Sie im Begriffsverzeichnis A–Z.