Glossar
Temperaturkoeffizient bei Photovoltaikanlagen: Bedeutung erklärt
Wichtiger Faktor für die Effizienz von Solarmodulen

Der Temperaturkoeffizient ist eine wichtige Kenngröße für Photovoltaikanlagen, die angibt, wie stark die Leistung eines Solarmoduls mit der Temperatur variiert. Er wird in Prozent pro Grad Celsius (°C) angegeben und beschreibt den Leistungsverlust, der bei steigenden Temperaturen auftritt. Dies ist besonders relevant, da die Betriebstemperatur von Solarmodulen oft höher ist als die Umgebungstemperatur, was zu einem Rückgang der Energieausbeute führen kann.
In Deutschland und anderen DACH-Ländern können die Temperaturen im Sommer erheblich ansteigen. Ein typischer Temperaturkoeffizient für kristalline Silizium-Solarmodule liegt bei etwa -0,4 bis -0,5 %/°C. Das bedeutet, dass die Leistung eines Moduls um 0,4 bis 0,5 % sinkt, wenn die Temperatur um 1 °C über 25 °C steigt, was als Standard-Testbedingung gilt.
Die Kenntnis des Temperaturkoeffizienten ist entscheidend für die Planung und Dimensionierung von Photovoltaikanlagen. Bei der Auswahl von Solarmodulen sollten Installateure und Planer darauf achten, Module mit einem niedrigen Temperaturkoeffizienten zu wählen, um die Effizienz auch bei hohen Temperaturen zu maximieren. Insbesondere in Regionen mit intensiver Sonneneinstrahlung kann dies einen erheblichen Unterschied in der jährlichen Energieproduktion ausmachen.
Zusätzlich beeinflusst der Temperaturkoeffizient die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage. Ein höherer Leistungsverlust durch Temperatur kann die Erträge mindern und somit die Amortisationszeit verlängern. Daher ist es ratsam, bei der Auswahl von Solarmodulen auch die Temperaturabhängigkeit zu berücksichtigen, um langfristig von einer hohen Energieausbeute zu profitieren. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.
Weitere Erklärungen finden Sie im Begriffsverzeichnis A–Z.