Glossar
Polykristallines Silizium: Der Werkstoff für Solarzellen
Wichtiger Bestandteil von Photovoltaikanlagen

Polykristallines Silizium ist ein Material, das in der Herstellung von Solarzellen verwendet wird. Es besteht aus vielen kleinen Kristallen, die zusammen eine homogene Struktur bilden. Diese Form des Siliziums ist eine der häufigsten in der Photovoltaik und zeichnet sich durch eine kostengünstige Produktion aus, was es zu einer beliebten Wahl für Solarmodule macht.
Im Vergleich zu monokristallinem Silizium, das aus einem einzigen Kristall besteht, hat polykristallines Silizium eine geringere Effizienz. Dennoch bietet es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, was es für viele Anwendungen attraktiv macht. Die Effizienz liegt typischerweise zwischen 15 und 20 Prozent, was bedeutet, dass ein gewisser Teil des Sonnenlichts in elektrische Energie umgewandelt wird.
Die Herstellung von polykristallinem Silizium erfolgt durch das Schmelzen von Silizium und anschließendes Abkühlen, wodurch die Kristalle entstehen. Diese Methode ist weniger energieintensiv als die Herstellung von monokristallinem Silizium, was zu niedrigeren Produktionskosten führt.
Polykristalline Module sind in der Regel etwas dicker und schwerer als ihre monokristallinen Pendants. Sie haben oft eine bläuliche Farbe und sind in vielen Photovoltaikanlagen zu finden, insbesondere in größeren Installationen, wo die Kosten eine entscheidende Rolle spielen.
In Deutschland und anderen DACH-Ländern sind polykristalline Solarmodule weit verbreitet. Sie sind besonders geeignet für Dächer mit ausreichender Fläche, wo die Effizienz nicht die einzige Überlegung ist. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.
Weitere Erklärungen finden Sie im Begriffsverzeichnis A–Z.