Glossar
Air Mass: Bedeutung in der Photovoltaik
Verständnis der Luftmasse für die Solarenergieerzeugung

Die Air Mass (AM) ist ein Maß für die Menge der Atmosphäre, die Sonnenstrahlen durchqueren müssen, bevor sie die Erdoberfläche erreichen. Sie wird in Relation zur Luftmasse gemessen, die bei einer senkrechten Einstrahlung der Sonne vorhanden ist. Bei einer direkten Sonneneinstrahlung beträgt die Air Mass 1. Bei einem Winkel von 60 Grad ist die Air Mass bereits 2, was bedeutet, dass die Sonnenstrahlen durch eine größere Menge Luft und damit durch mehr Partikel und Moleküle hindurch müssen.
Die Air Mass ist besonders relevant für die Photovoltaik, da sie die Intensität der Sonnenstrahlung beeinflusst, die auf Solarmodule trifft. Je höher die Air Mass, desto mehr Streuung und Absorption der Sonnenstrahlen findet statt. Dies kann die Effizienz der Solarenergieerzeugung verringern, da weniger Licht auf die Solarzellen trifft.
In Deutschland variiert die Air Mass je nach Jahreszeit und Tageszeit. Im Sommer, wenn die Sonne höher steht, ist die Air Mass geringer, was zu einer höheren Energieausbeute führt. Im Winter oder bei niedrigem Sonnenstand kann die Air Mass deutlich höher sein, was die Leistung der Photovoltaikanlage beeinträchtigt.
Für die Planung und Auslegung von PV-Anlagen ist es wichtig, die Air Mass zu berücksichtigen, um realistische Ertragsprognosen zu erstellen. Durch die Berücksichtigung der unterschiedlichen Luftmassen kann die Effizienz der Anlagen optimiert werden. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.
Weitere Erklärungen finden Sie im Begriffsverzeichnis A–Z.