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Solarthermie im Winter: Ertrag, Frostschutz und Heizungsunterstützung

Auch im Winter liefert Solarthermie Wärme – wenn auch reduziert. Wie Frostschutz funktioniert und welche Rolle die Heizungsunterstützung spielt.

Solarthermie im Winter: Ertrag, Frostschutz und Heizungsunterstützung
Timo Brandt
2 Min Lesezeit
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Solarthermie nutzt die Sonne zur Wärmeerzeugung – für Warmwasser und zur Unterstützung der Heizung. Eine berechtigte Frage lautet: Was bringt das im Winter, wenn der Wärmebedarf am höchsten und die Sonne am schwächsten ist? Die Antwort fällt differenziert aus.

Wie Solarthermie im Winter arbeitet

Solarthermische Kollektoren reagieren auf einfallende Strahlung, nicht auf die Lufttemperatur. Selbst an kalten, aber sonnigen Wintertagen können sie das Wärmeträgermedium spürbar erwärmen. Allerdings sind die Tage kurz, die Sonne steht tief und Bewölkung ist häufig. Der Ertrag fällt daher im Winter deutlich geringer aus als im Sommer.

Röhrenkollektoren haben hier einen Vorteil: Durch ihre Vakuumisolierung verlieren sie weniger Wärme an die kalte Umgebung als Flachkollektoren und liefern bei niedrigen Außentemperaturen tendenziell mehr.

Warmwasser und Heizungsunterstützung

Im Winter reicht die solare Wärme selten aus, um den gesamten Bedarf zu decken. Realistisch ist eine Teildeckung: Die Anlage hebt die Temperatur im Speicher an und entlastet so den eigentlichen Wärmeerzeuger – etwa Gas-, Pellet- oder Wärmepumpenheizung. Bei der reinen Warmwasserbereitung deckt Solarthermie über das Jahr einen großen Teil des Bedarfs, im Winter springt die Heizung ergänzend ein.

Bei heizungsunterstützenden Anlagen mit großem Pufferspeicher trägt die Solarthermie auch in der Übergangszeit und an sonnigen Wintertagen zur Raumwärme bei.

Frostschutz ist entscheidend

Damit die Anlage Minustemperaturen unbeschadet übersteht, zirkuliert im Solarkreis kein reines Wasser, sondern ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel. Dieses verhindert das Einfrieren und Schäden an Kollektoren und Leitungen. Eine fachgerechte Befüllung und die regelmäßige Kontrolle des Frostschutzes gehören zur Wartung.

Lohnt sich Solarthermie trotz schwacher Winter?

Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus der Jahresbilanz. Die ertragreichen Monate von Frühjahr bis Herbst tragen den Großteil bei, der Winter liefert einen Zuschuss. Für Haushalte mit hohem Warmwasserbedarf und passender Dachfläche kann sich Solarthermie lohnen – gerade in Kombination mit einer modernen Heizung. Eine fachliche Auslegung von Kollektorfläche und Speichergröße ist dabei der Schlüssel. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.