Preisträger des Applied Photonics Award 2025 ausgezeichnet
Am 29. September 2025 wurden die Preisträger des Applied Photonics Award geehrt. Die ausgezeichneten Arbeiten bieten Lösungen für erneuerbare Energien und biomedizinische Forschung. Besonders hervorzuheben ist die Forschung zur Skalierbarkeit von Perowskit-Solarzellen.

Microsoft Katja (Neural, deutsch)
Für innovative Ansätze in der Photonik wurden am 29. September 2025 die Preisträger des Applied Photonics Award 2025 ausgezeichnet. Diese Auszeichnung, die vom Fraunhofer IOF vergeben wird, honoriert herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Nachwuchsforschenden und spielt eine entscheidende Rolle in der Förderung junger Talente im Bereich der angewandten Photonik. Die prämierten Arbeiten behandeln wichtige Themen wie nachhaltige Energiegewinnung, moderne Lasertechnologien, neue Analysemethoden in der Zellforschung und photonisch integrierte Schaltungen.
Die Bedeutung dieser Arbeiten liegt nicht nur in der wissenschaftlichen Exzellenz, sondern auch in ihrem Potenzial, grundlegende Herausforderungen in den Bereichen erneuerbare Energien und biomedizinische Forschung anzugehen. Die Auszeichnung fand im Rahmen des Photonics Day in Jena statt, an dem Vertreter aus Wissenschaft und Industrie die entscheidende Rolle der Photonik in zukünftigen Technologien hervorhoben.
Nachwuchsförderung in der Photonik
Die Photonik ist ein Schlüsselbereich der modernen Technologie, der in vielen Sektoren, insbesondere in der Energiegewinnung und der Medizintechnik, Anwendung findet. Nachhaltige Lösungen und fortschrittliche Technologien sind von entscheidender Bedeutung, um den globalen Energiebedarf zu decken und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu minimieren. Die Arbeiten der diesjährigen Preisträger bieten vielversprechende Perspektiven, um diese Herausforderungen anzugehen.
Lena Paula Rothbauer, die den Preis für die beste Bachelorarbeit erhielt, erforschte in ihrer Arbeit die Skalierbarkeit von Herstellungsprozessen für Perowskit-Solarzellen. Diese Technologie könnte eine kostengünstige Alternative zur traditionellen Siliziumtechnologie darstellen, die in der Photovoltaik weit verbreitet ist. Ihre Untersuchung zur Anwendung von Tauchbeschichtungsmethoden zur Herstellung nanodünner Schichten ist ein Schritt in Richtung einer effizienteren und wirtschaftlicheren Produktion von Solarzellen. Da der weltweite Energiebedarf stetig wächst, sind Innovationen in der Solarindustrie essenziell, um nachhaltige Lösungen zu finden.
Fortschritte in der Mikroskopietechnologie
Ein weiterer bedeutender Beitrag kam von Pia Pritzke, die für ihre Masterarbeit ausgezeichnet wurde. Sie entwickelte ein Protokoll zur Bewertung der Leistung verschiedener Mikroskopieverfahren im Single-Particle-Tracking. Diese Technologie hat weitreichende Anwendungen in der biologischen Forschung, insbesondere im Verständnis von Zellfunktionen und der Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze.
Die von Pritzke implementierte grafische Benutzeroberfläche zur Analyse von MINFLUX-Daten wird der Forschungsgemeinschaft zugänglich gemacht und könnte die Effizienz der Forschung erheblich steigern. Eine präzisere Analyse in der Biomedizin kann nicht nur die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigen, sondern auch die Kosten für die Industrie senken, was in der heutigen wirtschaftlichen Lage von großer Bedeutung ist.
Schlüsseltechnologien für die Zukunft
Die Dissertation von Sarah Rebecca Hutter, die mit dem Preis für die beste Dissertation ausgezeichnet wurde, behandelt die Entwicklung eines Lasersystems mit extrem stabilen ultrakurzen Lichtimpulsen. Solche Technologien sind entscheidend für die Fortschritte in der Quantentechnologie, biomedizinischen Bildgebung und der ultraschnellen Datenkommunikation.
Hutter hat durch die systematische Analyse zentraler Rauschmechanismen einen weitreichenden Leitfaden für das Design hochpräziser Lasersysteme erstellt. Dies ist besonders relevant für die Industrie, die auf hochstabile und präzise Technologien angewiesen ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Entwicklungen könnten die Basis für zukünftige Innovationen in der Kommunikationstechnologie und in der medizinischen Diagnostik legen.
Fazit
Die Vergabe des Applied Photonics Award 2025 verdeutlicht die zentrale Rolle, die die angewandte Photonik in der Lösung aktueller Herausforderungen in der Energiegewinnung und Biomedizin spielt. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen das Potenzial junger Wissenschaftler, innovative Lösungen zu entwickeln, die die Industrie und damit auch die Verbraucher direkt betreffen.
Die Förderung solcher Talente ist entscheidend, um die Innovationskraft in der Photonik weiter zu stärken und die nächsten Schritte in der technologischen Entwicklung zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Preisträger könnten nicht nur zur Verbesserung bestehender Technologien beitragen, sondern auch neue Märkte eröffnen und somit langfristig den Übergang zu nachhaltigeren Energiequellen und effizienteren Technologien unterstützen.
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Quelle: Mitteilung von iof.fraunhofer.de


