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Photovoltaik nur für den Eigenbedarf: Eigenverbrauch ohne Netzeinspeisung

Eine PV-Anlage nur für den Eigenbedarf maximiert den Eigenverbrauch und kommt mit minimaler oder ganz ohne Einspeisung aus. So funktioniert das Konzept.

Photovoltaik nur für den Eigenbedarf: Eigenverbrauch ohne Netzeinspeisung
Felix Karg
2 Min Lesezeit
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Viele Interessenten möchten ihren Solarstrom vor allem selbst nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Der Grund ist einfach: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom, während die Einspeisevergütung deutlich niedriger liegt. Eine Photovoltaikanlage „nur für den Eigenbedarf" ist daher ein gefragtes Konzept.

Was bedeutet Eigenverbrauch?

Eigenverbrauch ist der Anteil des erzeugten Solarstroms, den Sie direkt im Haushalt nutzen – für Kühlschrank, Waschmaschine, Wärmepumpe oder das Laden des E-Autos. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote in einem typischen Haushalt häufig bei rund 30 Prozent, weil tagsüber oft weniger Strom gebraucht wird, als die Sonne liefert. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Anteil deutlich steigern, oft auf 60 bis 80 Prozent.

Eigenverbrauch ohne Einspeisung – geht das?

Eine Anlage komplett ohne Netzeinspeisung ist technisch möglich. Dabei wird der Wechselrichter so eingestellt oder durch eine Nulleinspeisungs-Regelung ergänzt, dass kein Überschuss ins öffentliche Netz fließt. Der Haushalt bleibt am Netz, bezieht aber nur dann Strom, wenn die Sonne und der Speicher nicht ausreichen.

Sinnvoll ist das vor allem, wenn die Einspeisevergütung keine Rolle spielen soll oder der Netzbetreiber die Einspeisung erschwert. Der Nachteil: Überschüssiger Strom, der weder verbraucht noch gespeichert werden kann, geht verloren. Die Anlage wird daher eher knapper ausgelegt und stark auf den tatsächlichen Verbrauch zugeschnitten.

Eigenverbrauch berechnen

Für eine grobe Einschätzung hilft der Vergleich von Jahresstromverbrauch und möglichem Solarertrag. Als Faustwert liefert ein Kilowattpeak in Deutschland je nach Standort und Ausrichtung etwa 900 bis 1.100 Kilowattstunden pro Jahr. Eine 8-kWp-Anlage erzeugt also grob 7.000 bis 9.000 Kilowattstunden – mehr, als viele Haushalte verbrauchen.

Wer den Eigenverbrauch maximieren will, dimensioniert Anlage und Speicher passend zum Lastprofil und verschiebt flexible Verbraucher in die Sonnenstunden. Wärmepumpe, Warmwasserbereitung und Wallbox sind ideale Partner, weil sie große Strommengen abnehmen können.

Lohnt sich die reine Eigenverbrauchsanlage?

Wirtschaftlich ist hoher Eigenverbrauch fast immer attraktiv, weil die Ersparnis beim Netzstrom den größten Hebel darstellt. Ob sich eine echte Nulleinspeisung lohnt, hängt vom Einzelfall ab: Wer ohnehin viel Strom tagsüber nutzt oder einen Speicher betreibt, holt das meiste heraus. Wer dagegen regelmäßig große Überschüsse hätte, verschenkt mit der Nulleinspeisung Ertrag und sollte die Einspeisung mitnehmen. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.