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Photovoltaik im Mehrfamilienhaus und auf Gemeinschaftseigentum

Solarstrom im Mehrfamilienhaus ist möglich, erfordert aber klare Regeln in der Eigentümergemeinschaft. Modelle, Beschlüsse und Stolpersteine.

Photovoltaik im Mehrfamilienhaus und auf Gemeinschaftseigentum
Sandra Eilers
2 Min Lesezeit
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Photovoltaik wird meist mit dem Einfamilienhaus verbunden. Dabei bieten gerade Mehrfamilienhäuser große Dachflächen und viele Stromabnehmer. Damit sich eine Anlage dort lohnt, müssen jedoch rechtliche und organisatorische Fragen geklärt werden – besonders in einer Eigentümergemeinschaft.

Das Dach gehört allen

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zählt das Dach in der Regel zum Gemeinschaftseigentum. Eine Photovoltaikanlage darauf ist deshalb eine Angelegenheit aller Eigentümer und kann nicht von einer einzelnen Partei im Alleingang errichtet werden. Notwendig ist ein Beschluss der Eigentümerversammlung. Der Gesetzgeber hat solche Maßnahmen zur Erzeugung erneuerbarer Energie erleichtert, sodass keine Einstimmigkeit mehr erforderlich ist.

Wer betreibt die Anlage?

Für den Betrieb gibt es verschiedene Modelle. Die Gemeinschaft kann die Anlage selbst betreiben, eine Untergruppe interessierter Eigentümer kann sie tragen, oder ein externer Dienstleister errichtet und betreibt sie und liefert den Strom an die Bewohner. Wichtig ist, Investition, Erträge, Wartung und Haftung von Beginn an klar zu regeln.

Wie kommt der Strom zu den Bewohnern?

Eine zentrale Frage ist die Verteilung des Stroms. Bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung wird der Solarstrom innerhalb des Gebäudes an die Wohnungen geliefert, ergänzt um Reststrom aus dem Netz. Daneben gibt es das Mieterstrommodell, bei dem Mieter den vor Ort erzeugten Strom vergünstigt beziehen. Beide Wege erfordern eine geeignete Mess- und Abrechnungsinfrastruktur, etwa moderne Zähler.

Mess- und Abrechnungstechnik

Damit jede Partei korrekt abgerechnet werden kann, ist ein durchdachtes Messkonzept nötig. Smart Meter und Unterzähler erfassen, wie viel Solarstrom jede Wohnung nutzt und wie viel aus dem Netz bezogen wird. Die Abrechnung übernimmt häufig ein Dienstleister, was die Verwaltung entlastet.

Erfolgsfaktoren

Entscheidend für gelingende Projekte sind eine frühzeitige, transparente Kommunikation in der Gemeinschaft, eine saubere rechtliche Gestaltung und eine realistische Wirtschaftlichkeitsrechnung. Wer die Mehrheit der Eigentümer überzeugt und Betrieb und Abrechnung klar regelt, kann auch im Mehrfamilienhaus von günstigem Solarstrom profitieren. Eine fachliche und rechtliche Begleitung ist hier besonders ratsam. Weitere Hintergründe finden Sie auf SolarAktuell.