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Innovative Brennstoffzellentechnologie für die Energiewende

Das Forschungsprojekt H2SME untersucht innovative Verfahren zur Verbesserung von Brennstoffzellenstacks. Durch hydraulische Verpressung wird die Effizienz gesteigert und die Langlebigkeit erhöht. Ziel ist die Reduzierung der Kosten und der Abhängigkeit von teuren Materialien.

Innovative Brennstoffzellentechnologie für die Energiewende
Timo Brandt
3 Min. Lesezeit
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Die Herausforderungen der Energiewende sind enorm: Um den Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu meistern, müssen Lösungen zur Speicherung und Nutzung von erneuerbaren Energien entwickelt und optimiert werden. Ein vielversprechender Ansatz ist die Wasserstofftechnologie, insbesondere die Nutzung von Brennstoffzellen. In diesem Kontext hat das Fraunhofer IEG in Zusammenarbeit mit der Westfälischen Hochschule und der ProPuls GmbH ein neues Forschungsprojekt initiiert, das sich mit der Effizienz, Langlebigkeit und Kostensenkung von Brennstoffzellenstacks beschäftigt.

Innovative Ansätze zur Brennstoffzellentechnologie

Das Projekt mit dem Namen H2SME untersucht die stationäre Anwendung von Brennstoffzellen im industriellen Maßstab. Im Zentrum steht ein innovatives Verfahren zur hydraulischen Verpressung einzelner elektrochemischer Zellen, das zuvor vorwiegend in Hochdruck-Elektrolyseuren eingesetzt wurde. Mit dieser Technologie wird eine Hydraulikflüssigkeit verwendet, die jede Zelle eines Brennstoffzellenstacks umschließt und durch Druck eine gleichmäßige Verpressung gewährleistet. Dies ermöglicht nicht nur eine verbesserte Effizienz, sondern führt auch zu einer besseren Wärmeabführung, was die Langlebigkeit der Zellen erhöhen kann.

Die Übertragung dieses patentierten Ansatzes auf die Brennstoffzellenentwicklung könnte einen signifikanten Fortschritt in der Langzeitstabilität und im Gesamtwirkungsgrad der Systeme bringen. Diese Aspekte sind besonders wichtig, da sie direkt mit der Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität von Brennstoffzellensystemen für industrielle Anwendungen verknüpft sind. Die Forschung zielt darauf ab, die Abhängigkeit von teuren Katalysatormaterialien wie Platin und seltenen Erden zu reduzieren, was die Kosten für die Herstellung von Brennstoffzellen erheblich senken würde.

Teststand und industrielle Anwendung

Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf der Entwicklung einer geeigneten Testinfrastruktur, die von der ProPuls GmbH in enger Zusammenarbeit mit der Westfälischen Hochschule realisiert wird. Die Forscher sind bestrebt, den neuen Brennstoffzellenstack über einen Zeitraum von mindestens 1.000 Stunden dynamisch zu betreiben, um umfassende Daten über die Leistung und Stabilität zu sammeln. Die Ergebnisse der Tests sollen als Grundlage für zukünftige Entwicklungen dienen und an die Anforderungen der Industrie angepasst werden.

Diese praxisnahe Forschung ist von großer Bedeutung, da der Markt für Brennstoffzellen an Dynamik gewinnt. Unternehmen, die auf Wasserstofftechnologie setzen, könnten von den Erkenntnissen des Projekts profitieren, indem sie effizientere und kostengünstigere Lösungen für ihre eigenen Anwendungen entwickeln. Insbesondere in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld, in dem die Nachfrage nach nachhaltigen Energielösungen stetig wächst, sind solche Innovationen entscheidend.

H2Raum – Netzwerk für Wasserstoffprojekte

Das H2SME-Projekt ist Teil der Initiative H2Raum, die durch das Förderprogramm „T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt wird. Ziel dieser Initiative ist es, in strukturschwachen Regionen innovative Wasserstoffprojekte zu fördern und den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren zu erleichtern. Dazu zählen Start-ups, kleine und mittelständische Unternehmen, Hochschulen sowie Bildungseinrichtungen und die Zivilgesellschaft.

Der Austausch und die Zusammenarbeit dieser verschiedenen Interessengruppen sind essenziell, um die Entwicklung und Implementierung von Wasserstofftechnologien in der Region voranzutreiben. Dies könnte nicht nur zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und wirtschaftlicher Impulse führen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Region im Bereich der erneuerbaren Energien stärken.

Fazit

Die Forschung zu Brennstoffzellenstacks, wie sie im Rahmen des H2SME-Projekts durchgeführt wird, ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft. Durch die Entwicklung effizienterer, langlebigerer und kostengünstigerer Brennstoffzellentechnologien könnten Unternehmen im Energiesektor nicht nur ihre Betriebskosten senken, sondern auch ihre Nachhaltigkeitsziele besser erreichen. Die erarbeiteten Erkenntnisse und Innovationen könnten weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Branche haben und den Weg für den breiteren Einsatz von Wasserstofftechnologien ebnen. In Anbetracht der wachsenden Bedeutung von Wasserstoff in der Energiewende werden die Fortschritte in diesem Forschungsprojekt auch in den kommenden Jahren von Interesse sein.

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Quelle: Mitteilung von Fraunhofer IEG