Die Förderung der Solarthermie hat sich seit 2022 grundlegend verändert. Ein Überblick über die Entwicklung der Förderprogramme und aktuelle Möglichkeiten.
Die Förderung der Solarthermie hat in Deutschland im Jahr 2022 einen bedeutenden Wandel erfahren, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind. Wer sich für eine solarthermische Anlage interessiert, sollte die Entwicklung der Förderlandschaft kennen, um die aktuellen Möglichkeiten optimal nutzen zu können. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Rückblick auf die Förderung Solarthermie 2022 und zeigt auf, wie sich die Programme seitdem weiterentwickelt haben.
Bis Mitte 2022 wurde die Solarthermie in Deutschland über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) großzügig gefördert. Die Förderquoten betrugen bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten für solarthermische Anlagen zur Heizungsunterstützung und 25 Prozent für Anlagen zur reinen Trinkwassererwärmung. Zusätzlich konnte ein Bonus von 5 Prozentpunkten gewährt werden, wenn die Solarthermieanlage im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) installiert wurde.
Mit der Reform der BEG-Förderung im August 2022 wurden die Förderbedingungen für Solarthermie angepasst. Die eigenständige Förderung von Solarthermieanlagen als Einzelmaßnahme wurde zwar beibehalten, jedoch in den Kontext einer Heizungsoptimierung eingebettet. Die Fördersätze blieben zunächst auf einem attraktiven Niveau, was dazu beitrug, dass die Nachfrage nach Solarthermieanlagen im zweiten Halbjahr 2022 auf hohem Niveau blieb.
Ein wesentlicher Aspekt der Förderung Solarthermie 2022 war die Unterscheidung zwischen verschiedenen Anlagentypen. Flachkollektoren, die den überwiegenden Teil der in Deutschland installierten Solarthermieanlagen ausmachen, wurden ebenso gefördert wie leistungsfähigere Vakuumröhrenkollektoren. Die Förderung bezog sich dabei auf die gesamte Anlage inklusive Kollektoren, Speicher, Verrohrung und Installation. Auch die Kosten für notwendige Umfeldmaßnahmen wie die Anpassung des bestehenden Heizungssystems konnten in die Förderung einbezogen werden.
Die typischen Investitionskosten für eine solarthermische Anlage zur Trinkwassererwärmung für einen Vier-Personen-Haushalt lagen 2022 bei etwa 4.000 bis 6.000 Euro. Heizungsunterstützende Anlagen mit größerer Kollektorfläche und einem Pufferspeicher kosteten zwischen 8.000 und 15.000 Euro. Durch die Förderung konnten diese Kosten um einen erheblichen Anteil reduziert werden, was die Wirtschaftlichkeit der Investition deutlich verbesserte.
Seit 2022 hat sich die Förderlandschaft weiter entwickelt. Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der fortlaufenden Anpassung der BEG-Richtlinien wurden die Förderbedingungen mehrfach modifiziert. Die grundsätzliche Förderung für Solarthermie ist jedoch bestehen geblieben, da die Technologie einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende leistet. Die aktuellen Fördersätze und Bedingungen sollten Interessenten beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder bei einem qualifizierten Energieberater erfragen.

Die neuen Vorgaben sehen einen Anteil von 55% erneuerbarer Energien am Strommix vor. Deutschland muss nachbessern.

Eine neue Studie belegt den positiven Beschäftigungseffekt der Transformation. Besonders gefragt sind Fachkräfte im Handwerk.
Die steuerliche Behandlung einer PV-Anlage hat sich grundlegend geändert. Alle aktuellen Regelungen zur Steuer bei PV-Anlagen verständlich zusammengefasst.
Neben der direkten Förderung über das BEG gibt es weitere finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Solarthermieanlagen. Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Kredite für energetische Sanierungsmaßnahmen an, die auch Solarthermieanlagen umfassen können. Einige Bundesländer und Kommunen haben darüber hinaus eigene Förderprogramme aufgelegt, die zusätzlich zur Bundesförderung in Anspruch genommen werden können.
Die technische Entwicklung der Solarthermie hat seit 2022 weitere Fortschritte gemacht. Neue Kollektordesigns mit verbesserter Absorptionsbeschichtung und optimierter Wärmedämmung erzielen höhere Erträge, insbesondere in den Übergangsmonaten. Intelligente Regelungssysteme optimieren die Zusammenarbeit zwischen Solarthermie und Heizkessel oder Wärmepumpe und maximieren so den solaren Deckungsgrad.
Für Hausbesitzer, die über die Installation einer Solarthermieanlage nachdenken, ist es wichtig, die Wirtschaftlichkeit individuell zu berechnen. Neben den Investitionskosten und der Förderung spielen der aktuelle Energieverbrauch, die Art des bestehenden Heizsystems und die baulichen Gegebenheiten eine wichtige Rolle. Ein qualifizierter Energieberater kann eine fundierte Analyse erstellen und die optimale Anlagengröße empfehlen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Förderung Solarthermie 2022 einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der solaren Wärmeversorgung in Deutschland darstellt. Trotz der Veränderungen in der Förderlandschaft bleibt Solarthermie eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Technologie, die dank staatlicher Unterstützung für viele Hausbesitzer eine attraktive Option zur Senkung der Heizkosten und des CO2-Ausstoßes darstellt.