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Anstieg der erneuerbaren Energien in Deutschland 2025

Im Jahr 2025 stieg der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch in Deutschland auf 23,8 %. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen erreichte 290 TWh. Windenergie und Photovoltaik dominieren den Markt, trotz witterungsbedingter Herausforderungen.

Anstieg der erneuerbaren Energien in Deutschland 2025
Sandra Eilers
4 Min. Lesezeit
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Im Jahr 2025 stieg der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch in Deutschland auf 23,8 Prozent, was einem Anstieg von 1,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung zeigt sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen in der Energiewende, insbesondere im Bereich der Stromerzeugung und der Nutzung erneuerbarer Wärme. Trotz eines verhaltenen Wachstums sind die erneuerbaren Energien nach wie vor eine zentrale Säule der deutschen Energieversorgung. Wie das Umweltbundesamt mitteilt, gab es in 2025 in verschiedenen Bereichen des Marktes sowohl Zuwächse als auch Rückgänge, die für Betreiber, Handwerker und Unternehmen im Energiesektor von Bedeutung sind.

Erneuerbare Stromerzeugung zeigt gemischte Ergebnisse

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg im Jahr 2025 auf 290 Terawattstunden (TWh), was einem Zuwachs von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist ein positiver Schritt, auch wenn die Entwicklung durch witterungsbedingte Herausforderungen, insbesondere ein windschwaches Frühjahr und trockene Wetterbedingungen, beeinträchtigt wurde. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch stieg jedoch von 54,4 Prozent im Jahr 2024 auf 55,1 Prozent im Jahr 2025, was den anhaltenden Trend zur Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz unterstreicht.

In der Stromerzeugung dominieren Windenergie und Photovoltaik, die zusammen über drei Viertel des erneuerbaren Stroms bereitstellen. Die Windenergieanlagen, sowohl an Land als auch auf See, haben trotz der ungünstigen Witterung 134 TWh zur Stromproduktion beigetragen. Dies zeigt die Resilienz des Windenergiesektors, der im Jahr 2025 einen Neubau von 5.100 Megawatt (MW) verzeichnen konnte. Der Zubau neuer Windanlagen ist entscheidend, um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen, und es gibt Anzeichen dafür, dass dieser Trend in den kommenden Jahren anhalten könnte.

Photovoltaik als Wachstumstreiber

Die Photovoltaik hat sich als ein bedeutender Wachstumstreiber in der erneuerbaren Stromerzeugung etabliert. Im Jahr 2025 stieg die Solarstromerzeugung auf insgesamt 91,6 TWh, was einem Anstieg von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung ist vor allem auf die günstigen Wetterbedingungen zurückzuführen, die eine erhöhte Sonnenstrahlung ermöglichten. Zudem wuchs die installierte Leistung des Photovoltaikanlagenparks um etwa 17 Prozent auf fast 120 Gigawatt, was die Stabilität und das Wachstumspotenzial dieser Technologie verdeutlicht.

Für Betreiber von Photovoltaikanlagen und Unternehmen in der Solarbranche sind dies positive Nachrichten. Der stabile Ausbau der Photovoltaik zeigt, dass die Marktbedingungen gut sind und die Technologie zunehmend wettbewerbsfähig bleibt. Betreiber können von den steigenden Erträgen durch die erhöhte Einspeisung profitieren, während Handwerker und Installateure von der wachsenden Nachfrage nach PV-Anlagen profitieren können. Die kontinuierliche Entwicklung in diesem Bereich ist entscheidend, um die Ziele des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu erreichen.

Biomasse und erneuerbare Wärme im Aufwind

Biomasse bleibt die dominierende Quelle für erneuerbare Wärme in Deutschland. Im Jahr 2025 stieg der Anteil der Biomasse an der erneuerbaren Wärme auf 84 Prozent, was 175 TWh entspricht. Die Nutzung fester Biomasse, vor allem Holz, war hierbei besonders ausgeprägt. Die energetische Nutzung von Biomasse im Wärmebereich stieg aufgrund der kühleren Witterung um fünf Prozent. Dieser Anstieg zeigt, dass Biomasse auch weiterhin eine zentrale Rolle bei der Wärmewende spielt.

Eine weitere interessante Entwicklung ist das Wachstum von Wärmepumpen, die zur Nutzung von Umweltwärme und Geothermie beitragen. Der durch Wärmepumpen nutzbare Anteil wuchs im Jahr 2025 um 17 Prozent, was auf den gestiegenen Absatz dieser Technologie in den letzten Jahren zurückzuführen ist. Diese Entwicklungen sind für Handwerksbetriebe und Unternehmen im Bereich erneuerbare Wärme von Bedeutung, da sie neue Geschäftsmöglichkeiten und ein wachsendes Kundeninteresse an nachhaltigen Heizungslösungen bieten.

Verkehr bleibt herausfordernd

Im Verkehrssektor zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild. Obwohl der Einsatz von Biokraftstoffen um gut 9 Prozent anstieg und der Verbrauch von erneuerbarem Strom im Verkehr um 12 Prozent zunahm, bleibt dieser Sektor nach wie vor der Bereich mit der geringsten Verbreitung erneuerbarer Energien. Der Gesamtanteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor stieg auf 8,0 Prozent, was zeigt, dass hier noch erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Für Unternehmen im Verkehrssektor ist dies eine Herausforderung, da die Integration erneuerbarer Energien in diesem Bereich langsamer voranschreitet als in anderen Sektoren. Die Branche muss innovative Lösungen finden, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu steigern und gleichzeitig den Gesamtenergieverbrauch im Verkehr nachhaltig zu reduzieren. Politische Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen könnten hierbei eine Schlüsselrolle spielen.

Insgesamt zeigt die Entwicklung im Jahr 2025, dass Deutschland auf einem positiven Weg zur Erreichung seiner Klimaziele bleibt, auch wenn es noch Herausforderungen zu bewältigen gilt. Die Fortschritte in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie der Anstieg der erneuerbaren Wärme sind ermutigende Zeichen. Gleichzeitig müssen jedoch die Anstrengungen im Verkehrssektor intensiviert werden, um die Energiewende umfassend zu gestalten.

Quelle: Mitteilung von umweltbundesamt.de