Alps Future Award 2026: Sechs Finalisten beim AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze nominiert
Premiere beim AlpenKlimaGipfel: Der Alps Future Award 2026 von Lebensraum Tirol Gruppe und AlpNet zeichnet am 23. Juni auf der Zugspitze sechs Finalisten in zwei Kategorien aus – aus 75 Einreichungen.
Microsoft Katja (Neural, deutsch)
Erstmals wird beim AlpenKlimaGipfel ein eigener Preis für zukunftsweisende Projekte im Alpenraum vergeben: Der Alps Future Award 2026, getragen von der Lebensraum Tirol Gruppe und dem alpenweiten Tourismusnetzwerk AlpNet, geht in zwei Kategorien an je drei nominierte Finalist*innen. Verliehen wird die Auszeichnung am 23. Juni 2026 im Rahmen des dritten AlpenKlimaGipfels auf der Zugspitze. Wissenschaftlich begleitet wird der Award vom MCI Tourismus und einer siebenköpfigen Expert*innenjury.
Der Preis würdigt Initiativen, die den Wandel im Alpenraum nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten. Im Fokus stehen Projekte, die Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung verbinden, Arbeitsplätze sichern und Umweltressourcen schonen – sei es durch Energieautarkie, digitale Kooperationen oder neue Formen regionaler Wertschöpfung.
75 Einreichungen, zwei Kategorien
Insgesamt gingen 75 Einreichungen aus dem gesamten Alpenraum ein – 26 Projekte in der Kategorie Lebensraum Tirol und 49 in der Kategorie Tourismus. „Tirol lebt vom Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und einer intakten Natur“, betont Martin Reiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Gruppe. „Diese Auszeichnung zeigt, wie Unternehmen, Gemeinden und Initiativen Verantwortung übernehmen und mit innovativen Projekten beweisen, dass nachhaltiges Wirtschaften zugleich ökologisch sinnvoll, gesellschaftlich wertvoll und ökonomisch erfolgreich sein kann.“
Karin Seiler, Präsidentin von AlpNet und Geschäftsführerin der Tirol Werbung, sieht den Preis als „Schaufenster für gelebte Zukunft: Projekte, die zeigen, wie Tourismus in den Alpen die Balance findet – zwischen Erlebnis und Erhaltung, zwischen Identität und Innovation.“
Die Kategorie **Lebensraum Tirol** steht 2026 unter dem Leitthema „Energiewende und Energieautonomie im Lebensraum Tirol“. Nominiert sind hier die Dekarbonisierung eines Gründerzeithauses der Tiroler Versicherung in Innsbruck, das selbstentschneiende PV-System HELIOPLANT® am Tiefenbachgletscher in Sölden sowie die nachhaltige Lebensmittelzustellung mit E-LKW von Eurogast Grissemann.
In der Kategorie **Tourismus** mit dem Leitthema „Innovative Produkte und Angebote am Berg“ stehen der digitale Allgäu-Walser-Pass (Allgäu Tourismus, Deutschland), das energieautarke OLM Nature Escape im Südtiroler Ahrntal sowie das regionale Kreislaufprojekt Eggental Taste Local (beide IDM Südtirol-Alto Adige, Italien) im Finale.
AlpenKlimaGipfel als Bühne für den Wandel
Vom 23. bis 24. Juni 2026 verwandelt der AlpenKlimaGipfel die Zugspitze zwei Tage lang in eine Drehscheibe für den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Sport, NGOs, Politik, Medien und Versorgern. Diskutiert werden Zukunftsthemen des Alpenraums wie nachhaltige Transformation und Innovationsstrategien für den sensiblen Lebens- und Wirtschaftsraum Alpen. Den nominierten Projekten bietet der Gipfel die Möglichkeit, sich einem hochkarätigen, internationalen Publikum zu präsentieren.
Mit dem Alps Future Award erhält der Gipfel eine handlungsorientierte Dimension: Die Präsentation konkreter, bereits umgesetzter Projekte soll Wandel sichtbar machen und Wissen rund um nachhaltige Strategien in der Praxis verankern.
Eine Jury, die Wirkung statt Ideen prämiert
Die Finalprojekte wurden von einer siebenköpfigen Jury aus ausgewiesenen Expert*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nominiert. Den Vorsitz hat Prof. Hubert Siller, Leiter des MCI Tourismus in Innsbruck: „Wir prämieren keine Ideen, sondern Wirkung. Entscheidend ist, was umgesetzt wurde, welche Erkenntnisse andere daraus ziehen können und wie stark ein Projekt tatsächlich Veränderung auslöst.“ Der Award solle Orientierung geben – „für Regionen, Betriebe und Entscheidungsträger*innen im gesamten Alpenraum“.
Weitere Mitglieder der Jury sind Andrea Fischer (Glaziologin), Dhara Meyer (Energieagentur Tirol), Harald Pechlaner (Eurac Research), Matthias Krapf (Moser-Holding, Tiroler Tageszeitung), Ralf Roth (Deutsche Sporthochschule Köln) und Sabine Müller (Hochschule Luzern).
Alle Informationen zum Preis und zum Programm gibt es auf der offiziellen Seite des AlpenKlimaGipfels.


